Montag, 15. September 2014

Jahreshauptversammlung und Familientreffen

Liebe Vereinsmitglieder der Haiti-Kinderhilfe,
wir möchten auf diesem Wege nochmals auf unsere Jahreshauptversammlung aufmerksam machen, die am 27.09.2014 um 14:00 in der Jugendherberge Montabaur stattfindet. Leider ist bei einem Verein unserer Größe und Verbreitung der Weg für den einen oder anderen recht weit. Dennoch ist es wichtig, das sich der neu zu wählende Vorstand auf die Wahl einer breiten Mitgliedschaft berufen kann.
Laut Satzung ist er rechtskräftig gewählt, wenn die anwesenden Wahlberechtigten in der Mehrheit zustimmen. Aber aussagekräftig wird das erst, wenn eine möglichst große Anzahl gewählt hat. Zudem haben wir viel von unserem Projekt zu berichten und sind auf eure Stellungnahmen und Ideen dazu angewiesen.
Übernachtungen sind in der Jugendherberge kaum noch möglich, bitte fragt möglichst bald bei uns nach. Gäste zum Mittagessen mögen bitte vorher den Bedarf anmelden: 0511-9524148 (AB) oder info@haiti-kinderhilfe.com.
Wir würden uns über eine rege Beteiligung freuen.
Ach ja - es gibt wieder einen karibischen Cocktail zur Sitzung ...
Viele Grüße,
der Vorstand der Haiti-Kinderhilfe 

Donnerstag, 28. August 2014

26.8.2014 letzter Tag in Haiti für Roswitha

26.8.2014 
Hallo. 
Sitze gerade bei BND und warte, dass man mich zum Flughafen fahren wird. Konnte unser Auto nun in Petionville auf dem Gelände des holländischen Konsulats abstellen. Batterie abgehängt, zugedeckt mit Plane, allerdings musste ich den Schlüssel abgeben. Der nun dort hängt und Herr Padberg informierte seinen zuständigen Chauffeur darüber. Ich bete also zum lieben Gott, dass man unser Auto auch stehen lässt. Kilometerstand ist 1933 km, muss auch unbedingt bei 2000 km zum Kundendienst. Gestern flog Andreas gut nach Hause, müsste schon in Hannover sein. Wir konnten ja die letzten Tage gemeinsam bei Lelen wohnen. Was einerseits sehr angenehm war, allerdings war in dem gesamten Viertel seit Tagen ein Elektroproblem und entweder gab es einen lauten Generator, oder gar keinen Strom. Wir waren ja wieder in dem grausigen Baustellenhotel in Maissade. Weigerte mich den vereinbarten Preis zu zahlen, der die Hälfte von dem geforderten war, sprich die wollten wirklich für das Loch 80 US $ am Tag, so dass die Aussage des Vermieters war, dass wir das nächste Mal Vorkasse leisten müssen. Er sei es leid immer hinterher nochmals zu handeln. Conny war ja die Erste. Allerdings ist meine Entscheidung, dass ich nie wieder dort hausen werde. Wir haben jetzt Wasser am Grundstück. Es wird Plumsklo gebaut, schlafen können wir auf dem Dach vom Container, oder auf der Ladefläche vom Auto. 
In der Schule von Bellanger gibt es Probleme. Andreas schrieb, dass er frustriert direkt wieder von dort umgekehrt ist. Ich fand es aber doch wichtig nochmals mit dem Direktor und auch mit dem Pfarrer zu sprechen. Hatten also Termin mit dem Direktor vor Abflug Andreas und mit dem Pfarrer heute. Jean Claude der Direktor kam nicht wie vereinbart, sondern erst als wir schon auf dem Weg zum Flughabfen waren, rief er an er sei nun 'da'. Wir drehten um und luden ihn ein. Nach Abflug von Andreas, nun mit Guerino, wollen ja das von Andreas gewählte Fer de Coupe bestellen, Suche nach einem Ort wo man sich hinsetzten kann und reden. Suche erfolglos, da es auf dem Weg ist, fuhren wir zu Guerinos Heim und hatten dort eine ruhige Ecke. Das Zuhause hat ja schon Andreas erklärt, ist Wau..... Nun zum Sachverhalt: Für die Kirche in Bellanger gab es eine Art Messnerin, die in der Nachbarschaft wohnte. Sie hat einen Sohn Fanfan, der in Frankreich lebt und immer im Sommer da ist. Seine Mutter ist jetzt tot, er sah die nun schöne Schule und gab die Parole, dass es sein Erbe sei. Lt. Info Pater Nerilus, sei es ein Säufer, ein Penner. Fanfan kam nun mit einer Bande von 8 weiteren Männern und umstellte Jean Claude, als der die Einschreibung für die neuen Kinder machte. Sie nahmen Jean Claude alle Schlüssel ab, auch die von seiner Hütte. Nahmen wohl auch ein bisschen Geld mit, angeblich auch Bücher. Sie seien nun Chef hier. Das Tor ist nun immer offen und das Schulgelände offiziell für jeden verfügbar. Lt. Jean Claude (Nerilus sagt er hätte es gemacht), sei er direkt zum Juge de Paix gegangen und hat eine Anzeige gemacht. Diese Anzeige bekommt man dann als Akt schriftlich und kann nun klagen. Lt. Jean Claude ist Nerilus zu feige zu klagen. Lt. Nerilus, kann man das erst nächstes Jahr machen, denn Fanfan ist wieder abgereist. Aber klar ist, der hat hier seine Bande immer noch vor Ort. Fakt ist, dass Nerilus eine klare Ansage mit Polizei und Justiz in Bellanger machen muss, sonst ist das ein Dauerthema. Die Situation ist jetzt, dass also die Barriere immer offen ist, unser Fußball/Basketball/Kindergarten Spielplatz alles öffentlich ist. Die gepflanzten Kokosnüsse usw. teilweise eingetrocknet sind, da nicht gegossen. Position von uns ist und dies klar an Jean Claude, sowie heute auch an Nerilus klar erklärt: Wir haben die Schule in einem Topzustand übergeben, Vereinbarung, dass es sauber sein muss, usw. Alle Gehaltszahlungen, bzw. jedes Engagement von usw. wird erst wieder sein, wenn diese Konditionen hergestellt sind, bzw. die Schulbarriere geschlossen ist. Sprich alle Pflanzen die kaputt sind, müssen ersetzt sein, das Gelände sauber usw. Nerilus macht natürlich immer uns Vorwürfe, wenn wir also eine hohe Steinmauer gebaut hätten, wie von ihm gefordert, dann wäre dieses und jenes nicht. Mein Argument war, also wenn Du je immer vorne die Barriere offen hast, dass wäre jede Art von Mauer unnötig gewesen. Jean Claude behauptet, dass Nerilus ein Weichei sei und sich einfach damit Freunde in der Kirche machen will. Für uns schwierig. Positiv ist, dass Jean Claude wirklich in dem Viertel die armen Kinder zusammengesammelt hat und 50 Kinder dazukommen, auch super ist, dass alle Schulkinder der 6. Klasse (100 %) das Certificat bestanden haben. In Haiti neu, auch wir müssen da umdenken und unser Projekt ergänzen, ist dass es wohl ab diesem Jahr keine staatliche Prüfung nach 6 Schuljahren gibt, sprich das Certificat, sondern die erste staatliche Prüfung nach 9 Jahren sein wird. Die Kinder also 9 Jahre zur Schule gehen müssen um einen anerkannten Schulabschluss zu haben. Was war sonst noch: Ich besprach nochmals lange mit Guerino das Projekt, sprich die Bauvorhaben. Immer wieder und immer wieder wiederholen lassen, dass wir da ja keine Missverständnisse haben werden. Sassen ganz lange vor einer Kirche wo es ruhig war, in der Nähe des Fer de Coupe Stadtteils. Dort überraschte uns so sehr der Regen, dass wir dort 'eingesperrt' waren in einem kleinen Shop. Dann auch nicht mehr weitergingen, da alles unter Wasser war. Siehe beide Fotos oben. Also noch keine Bestellungen aufgegeben. Haben aber kurze Lieferzeiten. Hier lernten wir, dass wir wenn wir das Fer de Coupe aus Öltonnen haben wollen, nur maximal 1mtr. breit (oder auch) lang gehen können. Länge bis 150 cm. Die Tonnen sindeinfach so. Oder wir machen es aus Metallblättern, dann ist auch das Maß 1,20 x 1,20 möglich. Andreas wird Euch das erklären. Die Heimfahrt war grausig, war über 2 Stunden im Stau und auch an den Kreuzungen zu verknäult wie Wolle die man nicht aus einander bringt. Da es mein letzter Tag war, hatte ich die Geduld und schaute mir alles mit einem gewissen Spaß an. War nicht mehr aus. Schlief früh und werde jetzt zum Flughafen gebracht.
Roswitha

Mittwoch, 27. August 2014

25.8.2014 letzter Tag in Haiti für Andreas



Nur als Schlusspunkt aus Zeitvertreib, hat eigentlich nichts mehr mit dem Verein zu tun!
Allen Danke schön, die treu gelesen haben und mir so nett geschrieben haben!

25.08.14
Abflughalle Flughafen Toussaint-Louverture in Port-au-Prince. Noch knappe 2 Stunden bis zum Abflug - hoffentlich. Auf noch eine Nacht in NY kann ich gut verzichten. Eigentlich ein wunderschöner Tag: schwacher Wind, nicht mehr so drückend heiß wie in den vergangenen Tagen. Fast ohne Schweißentwicklung konnte man frühstücken, der frisch gepresste Fruchtsaft auf sonnen-, nicht schiffslagerraumgereiftem Obst wird mir fehlen. Und wahrscheinlich noch so manches andere.
Wir fahren zum BND, dort will sich Roswitha noch vor meinem Abflug mit dem Direktor von Belanger treffen, morgen früh dann mit Pastor Nérilus, da sich beide nicht riechen können. Das kennt man ja von überall. Auf dem Weg zum BND fällt mir auf, dass ich mein Handy vergessen habe. Ich war in Roswithas Zimmer, um Telefonnummern auszutauschen, ging danach ins Bad. Da habe ich es dann hingelegt, denn zum Zähneputzen brauche ich es nun wirklich nicht. Jetzt wird’s kompliziert: Bei der Toilette muss man zum Spülen unter den Spülkasten greifen, um das Wasser anzustellen, da der Spülkasten selbst nicht mehr dicht ist. Bei dieser Verrenkung war ich die letzten Tage schon mehrfach mit der Schulter gegen ein Regal-Glasbrett gestoßen, ohne dass etwas passierte – ich hatte auch schon sicherheitshalber alle Nippessachen, die dort überflüssigerweise verstaubten, eine Etage höher geräumt, damit ich keinen Schaden anrichte. Dieses Mal aber war es gleich die ganze Scheibe, die ich auf den Boden beförderte. Es wäre vielleicht auch noch nichts passiert, weil dort ein Badteppich liegt, wenn sie nicht auf dem Weg nach unten (hat nicht Isaac Newton die Schwerkraft erfunden?) auf das Bidet aufgeschlagen wäre. Tausende kleinster Scherben, alle mit Roswithas Tagescreme vermischt. Und ich hatte nur etwas Toilettenpapier zur Verfügung. Den Bediensteten wollte ich auch nichts sagen, die hätten natürlich alles sauber gemacht, aber ich kann mich noch nicht daran gewöhnen, dass jemand hinter mir her wischt. Der Schwiegertochter des Hauses, die ich natürlich sofort informierte (im Vertrauen, der Lärm war wohl auch zu groß!), war das alles ziemlich egal, als ich was von Assurance sagte, lachte sie nur auf. Ich gehe nicht davon aus, dass dafür schlechte Erfahrungen mit Versicherungen der Auslöser waren. Tja – dass da das Handy Nebensache war, ist wohl nachvollziehbar!
Mit einem freundlichen Mitarbeiter des BND als Pfadfinder fuhr ich also erneut zurück, denn Roswitha wollte natürlich auf den Direktor warten. So kam ich wenigstens noch einmal in den Genuss des Autofahrens in diesem sagenhaften Verkehr. Der Beifahrer sagte dauernd etwas wie „paix“ und „lent“ , aber ich gehe davon aus, dass er die anderen Verkehrsteilnehmer meinte. Der Verkehr wird mir wirklich fehlen, bei uns erwarten mich wieder
Staus, bei denen sich alle, dem Schicksal ergeben, in Lethargie verharren. Vielleicht könnte man die Situation in PaP als „aktive Staubewältigung“ bezeichnen. Zurück beim BND wartete Roswitha noch immer auf den Direktor, sie hatte ihr Millimeterpapier vor sich und zeichnete unsere geplanten Hüttchen in dem ungewohnten Maßstab 1:30. Die ganze Nacht hatte sie schon gezeichnet, und immer mehr Probleme schienen sich zu ergeben, die wir eigentlich schon besprochen und gelöst hatten. Persönlich denke ich, dass wir auch nicht jeden Nagel bedenken müssen, auch wenn wir mit unseren Ingenieuren tatsächlich jeden Handschlag besprechen müssen.
Erst gestern hatten wir große Probleme ihnen zu erläutern, wie man die Abstrebungen unserer Zaunpfähle mit einfachen Rohrschellen befestigen kann, ohne zwei runde Rohre aneinander schweißen zu müssen – was ohnehin nicht halten würde. Aber was tun, wenn der Gesprächspartner weder etwas mit dem deutschen Wort „Rohrschelle“ anfangen kann (ich muss damals im Englischunterricht gefehlt haben, als wir das Thema Rohrschellen hatten. Ja, ja, von wegen „für das Leben lernen wir...“), noch mit Roswithas wortreichen Erklärungen? Gut, dass es das Internet gibt, da gibt es tatsächlich Abbildungen für jeden Schwachsinn. Und eine Problemlösung scheint auch glaubwürdiger, wenn es eine Abbildung bei google gibt!
Der Weg zum Flughafen (wir mussten noch kurz umkehren, weil der Direktor direkt nach uns hintenherum das Gelände des BND betreten hatte) wurde wieder einmal zur Geduldsprobe, auf der stark befahrenen Straße zum Flughafen hatte sich der Auflieger eines LKW beim Rangieren festgefahren, er stand nun quer und blockierte 2 von 3 Spuren. Ganze 30 Minuten hat uns der Stau gekostet, und meine Erfahrungen in PaP ließen mich das Schlimmste befürchten. …
Take off. Die Start- und Landebahnen des Flughafens kann man ganz gut mit den Straßen in PaP vergleichen. Nicht, dass es hier Staus geben würde wie in New York, Amsterdam oder Frankfurt, hier fährt das Flugzeug zur Startbahn, beschleunigt und hebt ab. In New York mussten wir ja wirklich lange warten, bis wir endlich an der Reihe waren. Es ist eher der Zustand der Landebahnen, der einen Vergleich aufdrängt. Viel hat sich gleich nach dem Erdbeben getan, alle Bahnen wurden grundsaniert. Aber das ist halt auch schon 4 Jahre her, und obwohl das Straßenbauamt hier nicht den Begriff des Frostschadens zu Entschuldigung bereit hält, sind die Schäden doch nicht zu übersehen. Oder besser überhören. Überspüren? Es kommt ja auch nicht von ungefähr, dass eine stattliche Anzahl von Landungen nicht ohne Fahrwerksschäden von sich geht. Und das bedeutet fast immer das Verpassen eines Anschlussflugs und die Nacht im Hotel auf Kosten der Fluggesellschaft. Kein Wunder, dass man die Fluggesellschaften, die PaP anfliegen, mit Hilfe der Finger einer Hand abzählen kann. Aber heute lief alles gut und ich habe Hoffnung auf einen perfekten Anschluss. Auf eine gesunde Rückkehr lässt sich ja auf Grund der Bordverpflegung kaum hoffen!

Guten Morgen, Amsterdam! In einer guten Stunde haben wir europäischen Boden unter den Füßen. Ich habe gerade einen „frischen Orangensaft aus Orangensaftkonzentrat“ getrunken. Was für ein Abstieg, die letzten Tage hatten wir frisch gepressten Saft quasi direkt vom Baum!
Die Amerikaner sind ja schon fast paranoid, was ihre Einreise- oder in meinem Fall Durchreisebestimmungen angeht. Gut, auf dem Hinweg war ich eine Nacht da und dann verstehe ich schon, dass sie wissen wollen, wer da genau bei Burger-King, Jamaika-Avenue gegessen hat. Ich hätte ja auch einen Fleck auf den Tisch machen können. Und so haben sie – trotz Esta – mein Gesicht fotografiert, meinen Reisepass fotokopiert, meine Fingerabdrücke genommen und von mir das Ausfüllen der berühmten Greencard gefordert. Von den Durchsuchungen meines Gepäcks ganz abgesehen. Aber auf der Rückfahrt, bei der ich den Flughafen schon aus Zeitmangel (und wegen der Größe des Flughafenareals) gar nicht verlassen konnte, hat man („Second time Esta?“) mich an einen Automaten gestellt, der sogar Deutsch konnte, welcher wiederum von mir ein Foto machte, um es mit dem vormals gespeicherten abzugleichen, die Fingerabdrücke genommen, um sie abzugleichen, und das Antippen von Ja-Nein-Fragen verlangt, die in die Richtung „Haben Sie Waffen dabei? Haben Sie vor, in den USA kriminelle Taten oder terroristische Anschläge zu verüben? Planen Sie, in den USA Drogen zu verkaufen?“ gingen. Das ist nicht übertrieben und auch nicht etwa lustig gemeint! Auch nicht von mir!
Das Härteste dabei: (ich habe es wirklich mehrmals lesen müssen – leider war in diesem Bereich das Fotografieren verboten) über den Fragen stand die Anweisung: „Antworten Sie jedes Mal mit 'ja'“. Na, ein Glück, da musste ich ja nicht einmal nachdenken! Es gibt Geschichten, die schreibt nur das Leben!
Danach bekam ich einen „vorläufigen Einreisepass“ (deutsche Bezeichnung auf dem Bildschirm), der meinem endgültigen Reisepass ziemlich ähnlich sah. Den gab ich einem Mann an einem Schalter, der ein Foto von mir machte und mit den beiden bereits vorliegenden verglich, die Fingerabdrücke nahm, mit den beiden – Entschuldigung - mit den zwanzig vorliegenden verglich und mich fragte: „How long?“ Ich hoffte, er meinte nur meine Verweildauer, fragte aber sicherheitshalber in einem vollständigen Satz nach, ob er meine, wie lange ich vorhätte, sein Land mit meiner Anwesenheit zu beglücken. So etwa. Und auf sein genervtes, von der Bewegungsweite dem Flügelschlag eines Schmetterlings nicht unähnliches Nicken hin antwortete ich: „Five houres and twelve Minutes – I hope!“. Dann musste ich tatsächlich zum Band, um mein Gepäck abzuholen. Eigentlich erwartete ich es nicht, denn man hatte mir im Reisebüro gesagt, dass es durchgecheckt würde, aber an dem Band selber hatte ich ja schon auf der Hinfahrt gelesen, dass auch Passagiere von „connecting-“Flügen ihr Gepäck abholen und vor dem Weiterflug kontrollieren lassen müssten.
Diese Kontrolle sah dann so aus, dass ein blasierter Zollbeamter meinen Pass ansah, den mittlerweile (nicht von mir!) durchgestrichenen „voeläufugen Einreisepass“ einbehielt und nickte. Wie schon sein Kollege. Da das Nicken des vorherigen Kollegen als „du darfst dich jetzt entfernen“ zu deuten war, denn er ließ von mir ab wie ein satter Löwe von einem Antilopenkadaver, entfernte ich mich auch hier und dachte noch: Was für hervorragende personeltrainer müssen die hier haben und wie lange wird die Schulung alleine einer solchen Geste dauern? Ich war schon fast am Ausgang angelangt und machte mir Gedanken darüber, wie in solch einem Fall die Abschlussprüfung durchzuführen sei, als er mich mit einem scharfen Laut zurückholte und mir die fast erreichte Ausgangstür wies: „This way!“. Da mir in diesem Moment die unglaubliche und vor allen Dingen ungewollte Komik deutlich wurde und sich das vierzehntägige Sprechen mit den haitianischen Freunden Bahn brach, antwortete ich ihm polyglott: „I know, I was déja there!“ Das ließ ihn verstummen. Wahrscheinlich kann er kein Französisch. Direkt hinter dem Ausgang, also Luftlinie keine zehn Meter entfernt, ist ein Extraschalter der Fluggesellschaft, an dem Durchreisende das Gepäck direkt wieder abgeben können. Wenigstens musste ich nicht lange damit herum laufen. Und jetzt hat mich und meine müden, vom ständigen, eingequetschten Sitzen schmerzenden Beine die europäische Lebensart wieder. Das wird ja langweilig!
Andreas
PS: das mit dem Flughafen- WiFi hat doch nicht geklappt. Aber jetzt bin ich zu Hause!

24.8.2014 Reisebericht Andreas



24.08.14
Ich bin etwas durcheinander gekommen. Mein Tablet meint, es sei der 25., mein Handy zeigt den 23., meine Uhr wiederum den 24. und dem stimmt mein Gefühl zu. Jedenfalls ist morgen Montag und da muss ich wieder nach Hause fliegen. Oder darf? Eigentlich beides: Denn der Aufenthalt hier war – zusammengefasst – schrecklich schön! Schrecklich waren viele Bilder, die ich sehen musste, wie die brennenden Autoreifen letzten Freitagabend und Samstagmorgen, bevor wir nach Maissade aufbrachen. Das Viertel, in dem heute wieder Aristide wohnt, war nicht ohne Gefahr für Leib und Leben betretbar, man spürte die Unruhe und ich bin in solchen Situationen nicht neugierig! Später erfuhren wir, dass zu diesem Termin Aristide bei Gericht vorgeladen war: Waren es die Gegner Aristides, die ihrem Unmut ihm gegenüber äußern wollten oder die Anhänger, die es ja nach wie vor gibt, die diese Vorladung verhindern wollten? Heute haben wir erst erfahren, dass am Freitag 300 Schwerverbrecher den Weg aus dem Gefängnis gefunden haben - wie auch immer sie das schafften, man sagt hier, sie seien ausgebrochen. Bei dreihundert Leuten hätte das eigentlich auffallen müssen, das verdient ja schon die Bezeichnung Völkerwanderung.
Heute haben wir den ganzen Vormittag über Feinheiten des Projektes gesprochen, wie viele und wie große Fenster und Türen, welche genauen Maße für die Biotoiletten, woran muss beim Gießen des Fundamentes gedacht werden … Die Bestellungen müssen dringend raus, denn die Bearbeitung dieser Aufträge ist schleppend: Gut' Ding will Weile haben – das scheint auch eine gerne zitierte, vor allem aber praktizierte Redewendung im Kreolischen zu sein. Wir waren nämlich heute in der feinsten und auch leckersten Patisserie in Port-au-Prince, Delmas. „Epi d'Or“ nennt sie sich, vor allem die junge, obere Mittelschicht scheint sich hier zu treffen. Man sucht erst aus, dann geht man zur Kasse (nur eine, ab und an auch besetzt), dort bezahlt man und geht mit dem Bon zur Theke. Sofern die Kassierin verstanden hat, was man wollte und der Kunde das leise Nachfragender Kassierein verstanden und korrekt beantwortet hat. An der Theke wartet man höflich, bis die Bedienung das Gespräch mit ihrer Kollegin beendet hat (was je nach Thema auch schon mal dauern kann) und gibt mit einem höflichen „S'il vous plait“ den Bon ab. Rüde und fragmentarisch wird die Bedienung antworten, dass dafür die Kollegin nebenan zuständig sei, welche sich auch tatsächlich um die Bestellung kümmern wird, sobald die vorher gefragte Bedienung einen Schritt zur Seite gegangen ist, da sie genau vor dem erhofften und schon seit einiger Zeit bezahlten Teilchen steht. Danach gefragt antwortet man, dass man gerne hier essen möchte, worauf einem die Bedienung das gefragte Teilchen derart gut einpackt, dass es auch einen Tropenregen wie den gestrigen problemlos und trocken überstehen würde.
Die Gespräche wurden übrigens von meinen der Landessprache mächtigen Begleitpersonen geführt, wir haben uns dort mit Guinther, Benson und Rachelle getroffen, Guerino hatten wir mitgebracht er war schon zu einem Gespräch bei uns vorgeladen und saß auf heißen Kohlen, da seine Freundin heute Geburtstag hat.
Ach ja – Kaffee wollten wir auch gerne, den gibt es aber unter gleichen Umständen in einem anderen Abschnitt des Raumes, man sollte ihn übrigens anschließend bestellen, damit er nicht kalt ist, wenn man das Gebäck bekommt. Die Bedienung an der Kasse nahm auch nach einiger Zeit die Bestellung entgegen, der doppelte Kaffee war aber ausgegangen, sie könne uns nur noch den einfachen geben. Auf unseren Vorschlag, doch einfach zwei einfache in einen großen Becher (Pappe natürlich, mit Plastiklöffeln, man stellt ja schließlich etwas dar!) einzufüllen, konnte sie nicht eingehen, da sie nicht wusste, wie sie das ihrer Kollegin, die dem Gespräch neben ihr folgte, erklären solle. Daraufhin habe ich einen wahnsinnig gekonnten moonwalk beobachten können! Wie die Bedienung (Ausgabe, nicht Kasse) den recht kurzen Weg zwischen dem Tresen und der einzigen Kaffeemaschine gestaltete, das war schon varietéreif! Unsereiner hätte sich umgedreht – wie einfallslos, wie plump!
Den Kakao muss man sich selber über den Milchkaffee pudern, aber dadurch gestaltete sich der Vorgang etwas flotter, wenn auch nicht so elegant! Wie viele Haitianerinnen, die einen Job haben und von daher nicht mehr unter dem Mangel an Essbarem leiden, drängte diese nämlich auch dem traditionellen, rubensschen Schönheitsideal entgegen.
Aber Gebäck und Kaffee waren gut, und die Gespräche der Fondations-Mitglieder mit ihrer „weißen Mutter“ waren gelöst und fröhlich – das kann ich zumindest schon mal heraushören!
Und nun sitze ich in meinem Zimmer auf den fertig gepackten Koffern (nur metaphorisch! Ich sitze natürlich auf einem Stuhl und habe für den Rückflug auch nur noch einen Koffer, der Rest war ja für hier bestimmt!) und warte auf den morgigen Tag, der ein gefühltes halbes Jahr beendet. Im Flugzeug werde ich wahrscheinlich schon denken, dass es nur wenige Stunden waren, die ich in diesem schrecklichen, wunderbaren, elend armen und überaus reichen Land mit skurrilen Menschen und lieben Freunden verbracht habe.
Ganz viel werde ich vergessen haben zu berichten, vielleicht finde ich ja im Flugzeug noch die Zeit, das Vergessene aufzuarbeiten. Oder morgen früh vor dem Abflug passiert noch was...
Andreas

Dienstag, 26. August 2014

23.8.2014 Reisebericht Andreas



23.08.14
Endlich ist wieder etwas Strom da, wenn auch mit dem Geräusch des dieselenden Generators verbunden. Nachts gingen weder Licht noch Ventilator, mein Kopfkissen ist völlig durchschwitzt und ich kann nicht behaupten, dass der Schlaf bei 35° und in einem kleinen Zimmer besonders erfrischend ist. Jetzt sitze ich wieder unter der Windmaschine, ein Windzug wie hinter einer Düsenturbine und auch vom Geräusch her vergleichbar. Aber angenehm, wie der Wind die ohnehin feuchte Haut kühlt. Heute Morgen künden zwei Blutflecken auf meinem Bettlaken von gnadenlosen Kämpfen mit irgendwelchen Insekten – wenn ich meinen Knöchel betrachte, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, wer den Sieg dieses nächtlichen Scharmützels davon getragen hat. Richtige Mücken habe ich hier eigentlich noch nicht gesehen, nur die ganz kleinen und etwas größere, etwa 1 cm lange mottenähnliche Tierchen, deren besonders negativer Charakterzug darin besteht, Blut zu saugen.
Fehlanzeige, während ich hier sitze, ist der Strom trotz Generators wieder weg. Gut, dass unsere Kommunikationsmittel mittlerweile über Akkus laufen. Wie uns Joseph, der Hausbedienstete sagt, ist der Diesel alle und muss erst noch beschafft werden. Ich fahre mit Adeline, dem Hausmädchen, zur Tankstelle.
Bei der Durchsicht meiner Berichte der letzten Tage ist mir doch etwas eingefallen, was von Nicht-Informierten falsch verstanden werden könnte: Ich rede immer von Häusern und Gebäuden, wenn ich von unserem Grundstück rede. Vermutlich liegt das daran, dass ich ein wenig den Maßstab verloren habe, wenn ich davon rede. Nur ein Gebäude im klassischen Sinne wird es jemals auf unserem Grundstück geben: Das ist die Dispensère. Wir werden sie in Stein bauen und die Behandlungsräume und das Labor werden mit Keramik ausgestattet – aus hygienischen Gründen. Selbst die kleine Dispensère um die Ecke war so ausgestattet. Unsere Häuser, also die des Verwalters, der Kindergärtnerin und die Unterbringung für Gäste wird weitaus weniger komfortabel sein: Der Unterschied zu den regionstypischen Hütten wird sich auf die Biotoilette beschränken – womit wir wiederum eine Anregung zu den ortsüblichen Praktiken der Beendigung des Stoffwechselprozesses geben wollen. Waschen, Duschen, Kochen, all das wird sich nicht in den Hütten, sondern außerhalb abspielen, unter der Weite des Himmels. Es sind kleine „Einraumwohnungen“, allerdings haben wir schon vor, die Toilette mit mehr als nur einem halbhohen Vorhang abzutrennen!
Für die Einrichtung sind die beiden „Offiziellen“ selbst zuständig, die Einrichtung der Hütten für Gäste wird sich auf ein großes Bett, zwei Stühle und einen Tisch beschränken. Und eine Stange für die Kleider. Der größte Unterschied wird hoffentlich in der Sauberkeit bestehen, aber dafür sind natürlich primär die Bewohner zuständig.
Nun hat uns schon wieder der Stau von Port-au-Prince. Wir treffen uns mit dem Patenschaftskomite und heute Nachmittag wollen wir in den Baumärkten „shoppen gehen“. Falls wir uns im Laufe des Tages noch einmal vorwärtsbewegen.
Wieder bei Familie Laplanche.
Eigentlich bin ich ja geradezu ein Fan von Baumärkten: Zu gerne betrete ich diese testosterongeschwängerten Hobbytempel, und je weniger Hobby, desto besser. Aber heute war es doch ein bisschen viel: Zwar hatte ich während der Woche schon eine ganze Menge gesehen, was uns die Auswahl auch durchaus erleichterte, aber wiederum alle Märkte aufzusuchen und dazu noch ein paar mehr, das war heftig. Aber welcher große Junge (ich meine echte Jungs) möchte nicht einmal in einem Baumarkt für eine kurze Zeit eingeschlossen sein? Aber die Zeitspanne, in der uns ein Tropenregen im letzten Baumarkt unserer Runde festgehalten hat, die war dann doch zu üppig. Mit wasserscheu hatte es denn auch gar nichts zu tun, dass keiner der Kunden versuchte, durch die Wasserfront zu seinem Auto zu gelangen. Von dem Riesendach der Halle stürzte das Wasser in Kaskaden über Vordächer auf Motorhauben herunter, die in Norwegen durchaus Namen bekommen hätten wie die „Sieben Schwestern“, nur dass diese hier noch etwas Zuwachs hatten. Das Naturschauspiel, unüblich für die Saison, dauerte sicherlich 45 Minuten, die ich dazu nutzte, mir alle möglichen Werkzeuge, Pumpen, Generatoren und Solarbauteile ohne den sonst üblichen Zeitdruck anzuschauen; Roswitha und die Ingenieure G&G saßen auf leeren Kabelrollen und einer Ameise (Unkundigen sei an dieser Stelle erklärt, dass es sich hierbei nicht um einen Akt der Tierquälerei handelt, Ameisen werden vielmehr die handbetriebenen Wagen genannt, mit denen man Paletten transportieren kann.) und planten die nächsten Aktionen. Da das Ganze mal wieder in Kreol erfolgte, sah ich mich nicht verpflichtet, dem Gespräch zuzuhören. Auch wenn ich mittlerweile soweit bin, wenigstens das Thema zu begreifen. Manchmal.
Vorher waren wir noch bei der Sogebank, und es ist kein Wunder, wenn sich mir beim Schreiben dieses Namens die Nackenhaare kräuseln. Als wir auf den Parkplatz fuhren, kam der Wachmann zu unserem Auto und schimpfte, dass das eine Ausfahrt sei und keine Einfahrt, wir sollten gefälligst umkehren. Woran man denn erkenne, dass das eine Ausfahrt und keine Einfahrt sei, es stehe ja kein Schild dort. Das tue nichts zu Sache, wir sollten gefälligst umkehren und die Einfahrt nehmen. In Ordnung, ob wir uns denn dann wieder auf diesen Platz stellen könnten (ich hätte ja gefragt, ob er uns diesen Platz solange freihalten könne, aber ich bin ja des Kreol nicht mächtig, manchmal ist das ein echtes Glück, denn die Wachleute tragen immer Pumpguns, was ihnen auch ein gewisses Selbstvertrauen zu verleihen scheint). Natürlich, das sei möglich. Ob wir dann der Einfachheit halber nicht hier stehen bleiben könnten? - - - Diese Möglichkeit schien ihm völlig neu und unbekannt, mürrisch und eine weitere kafkaeske Erwiderung schuldig bleibend wies er uns mit nachlässiger Handbewegung den Weg. Nicht ohne uns allerdings kurze Zeit später aufzufordern, einen Autoschalter weiträumiger zu umgehen, als wir es zu tun vorhatten. Aber das war ja erst noch vor der Bank!
In der Bank der typische Ärger. Wir kamen zwar sofort an die Reihe, doch nur Roswitha durfte zum Schalter vor, Guerino und ich wurden in eine Wartezone verband. Das Bankgeschäft schien sich dem Ende zuzuneigen, ich fuhr schon mal den Wagen vor, Harry, doch in der Warteschleife vor der Bank vergingen die Minuten und Minuten und Minuten. Nachdem Guerino gegangen war, vergingen sie weiterhin, ohne dass sich etwas tat. Vor allem Guerino kam nicht wieder. Zwischendurch kam Rachelle vorbei, setzte sich einen Moment in den Wagen und ging dann schauen, wo die beiden blieben. Auch sie kam nicht wieder. Nur die besagten Minuten. Irgendwie kam mir in den Sinn, dass ich jetzt auch noch den Papstbesuch abwarten könnte, denn ich vermutete, dass auch er diese Straße nehmen würde. Vielleicht lag das aber auch an meinem geistigen Zustand, denn ich saß nun schon etwa 45 Minuten in einem geschlossenen Wagen in der Sonne. Die Klimaanlage funktioniert nur bei laufendem Motor, das war mir jetzt aber auch egal, und so wartete ich mit laufendem Motor vor einer Bank und wartete darauf, dass meine Freunde mit einem Batzen Geld herauskämen...
In der Bank war Folgendes passiert (ich hoffe, ich krieg's zusammen, ich war ja nicht dabei und was ein Banker als normal empfindet, muss ja nicht unbedingt in meine Denkschemata passen): Die Kassiererin wollte schon fast das Geld herausgeben, als sie bemerkte, dass ja gar nicht so viel Geld auf dem Konto war. Daraufhin fiel Roswitha ein, dass sie von Zuhause das ganze Geld auf ein anderes Konto der Haiti-Kinderhilfe verschoben hatte, damit ich durch Rachelle und Laumenaire daran käme. Ob sie das Geld nicht auf das Konto zurückschieben könnte – eigentlich kein Problem, aber dafür müsse sie einen Scheck benutzen, und das habe sie ja gerade bei der (nicht zu Stande gekommenen) Abbuchung getan. Und mehr als ein Scheck am Tag geht nicht. Aber sie könne zu einer anderen Filiale fahren, dort dürfe sie wieder einen Scheck verwenden.
Roswitha hat dann einfach Dollar in Gourdes getauscht, das ging wohl ohne Scheck, und das restliche Geld wird sie dann wohl Montag holen. Ich weiß es auch nicht so genau, traue mich aber nicht, sie auf das Thema anzusprechen.  Jedenfalls haben wir uns anschließend bei unserer Baumarkt-tour-de force nicht nur über einige Problemlösungen einigen und den Ingenieuren das Material zeigen können, was wir für qualitativ angemessen empfinden (wir stellen uns für unser Projekt schon eine Lebensdauer vor, die das nächste Jahrzehnt noch tangiert!), wir haben auch einen Generator gekauft, 10 Dieselkanister aus dem guten, alten Metall, Sicherheitskleidung (orangefarbener Helm und rote Weste) für die Vorarbeiter – eine Frage der Ehrfurcht, Anerkennung und Autorität! - sowie eine Betonmischmaschine mit Dieselantrieb. Letztere wird uns Guivens nach Beendigung der Baumaßnahmen abkaufen. Das ist für uns auch die Gewähr, dass die Maschine die Bauzeit übersteht...
In einem kleinen Restaurant am Flughafen haben wir dann den offiziellen Teil des Tages mit einem ewig langen Planungsgespräch beendet – nochmals und nochmals mussten wir Dinge erklären, die ich schon seit fast 14 Tagen zu vermitteln versuche und die Roswitha ebenfalls die vergangene Woche erklärte. Zu einigen Dingen werde ich noch Zeichnungen schicken, vielleicht baue ich ja auch alles in unserem Garten vor und mache Fotos? Oder Filmchen à la youtube? Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Zwischendurch berichtete uns Guivens, dass er bereits die ersten 4 von 30 Palmen gekauft habe, die zum Bau eines Holzhauses notwendig seien, sie würden jetzt in Bretter zerlegt. Gut dass wir für jeden gefällten Baum mindestens einen neuen pflanzen, und gut auch, dass wir dafür nicht nur Palmen nehmen, sonst würden auf unserem Grundstück bald monokulturelle Zustände herrschen.
Einen guten Zimmermann für Fensterläden, Türen und so weiter habe er auch. Es ist derselbe, der seit Ostern 2013 die Lehrermöbel für Billiguy noch immer nicht geliefert hat. Dann ist jetzt aber eine baldige Bestellung angeraten! Aber Türen werden ohnehin überschätzt – vor allem Toilettentüren, das weiß ich noch vom Hotel in Maissade!
Andreas