Freitag, 17. Oktober 2014

Haiti-Kinderhilfe, Ayiti


Wieder in Deutschland arbeiteten Roswitha und Andreas eine Satzung für die  neu zu gründende Stiftung „Haiti-Kinderhilfe, Ayiti“ aus. In Teilen wurde unsere Vereinssatzung genommen, ins Französische übersetzt und per email an eine haitianische Rechtsanwältin übergeben mit dem Auftrag die Gründung voranzutreiben. Der nächste Besuch zur notariellen Beurkundung unseres Gründungsansinnens war dann im November 2013 fällig.
Diese Beurkundung ging recht schnell vonstatten, die weiteren Schritte jedoch verzögerten sich immer wieder, wegen Weihnachten, Streik, Verwaltungsferien, Karneval, Ostern und Unklarheiten bei einer Formulierung. Schließlich und endlich bekamen wir im April 2014 die Urkunde. Seit dem Erdbeben sind die haitianischen Bestimmungen allerdings so, dass solche, von den Bürgermeisterämtern ausgesprochenen Genehmigungen noch einmal vom Innenministerium geprüft werden. Angeblich soll dies verhindern, dass illegale Drogennetzwerke entstehen können. Und das dauert……  Im Juli 2014 haben wir nun schon mal eine Finanznummer erhalten. Dies nur am Rande erwähnt, denn wir sind in der Grundstücksgeschichte erst im November 2013.
Notariell beglaubigter Gründungsantrag

Gründungsfeier in der Patisserie
Unterschrift der Zeugin Rachelle


Donnerstag, 16. Oktober 2014

Kalender 2015

Es ist zwar noch reichlich Zeit bis Weihnachten, aber warum nicht jetzt schon ein paar Geschenke besorgen bzw. schicken lassen. Nämlich den HKH-Kalender 2015 mit sehr schönen Fotos von Andreas Meisigs Haiti-Reisen.

Dienstag, 14. Oktober 2014

Beginn der Suche nach einem geeigneten Ort


Ab April 2013 begann die Grundstücksuche. Viele Grundstücke in allen Regionen Haitis wurden besichtigt und bei fast allen war klar, dass sie nicht geeignet waren. Keine Zufahrtsmöglichkeiten, viel zu karg, keine Landwirtschaft möglich, zu steil, zu felsig, zu hoch gelegen, zu tief gelegen, kein Wasser in der Nähe, zu viel Wasser in der Nähe. Irgendwann waren Frust und Zweifel an der Durchführbarkeit so groß, dass schon an Aufgabe des ganzen Projektes gedacht wurde. Aber ganz zum Schluss des damaligen Aufenthalts konnten Roswitha, Barbara und Andreas ziemlich in der Nähe des jetzt gekauften Grundstücks ein schönes Stück Land ansehen. Wunderbar gelegen, an einem Flusslauf, schön modelliertes Gelände, groß genug für unser Vorhaben, -einzig, die Zufahrtsmöglichkeit war ganz schlecht, entweder musste  durch eine Ravine ein Weg hergestellt werden,  oder man würde durch ein anderes Grundstück das Wegerecht erbitten müssen. Beides erschien nicht ganz unmöglich, aber die Entscheidung wurde verschoben, weil einfach keine Zeit blieb für weitere Auseinandersetzungen mit den Eigentümern, einer Erbengemeinschaft. Aber spätestens da war dann klar, dass wir uns in der Region Maissade weiter nach geeigneten Grundstücken umsehen wollten. Zuerst mussten wir jedoch einen haitianischen Verein gründen, um überhaupt ein Grundstück kaufen zu können, dieser Schritt war nun schnellstens fällig.
bei Hinche, viel zu teuer


die reine Steppe
1/2 Std Fußmarsch
das ist es......aber dann doch nicht.


Montag, 13. Oktober 2014

Chronologie zum Projekt "Kouraj pou lavni"

Liebe Freunde von Haiti-Kinderhilfe, unser Projekt "Kouraj pou lavni" nimmt Fahrt auf, bzw. ist schon in voller Fahrt. Ich möchte Euch gerne an der Entstehung des Projektes teilhaben lassen. Vorerst in Form einer Chronologie, wie es überhaupt dazu kam, danach als Bautagebuch mit kommentierten Fotos vom Baufortschritt.
Entstehung der Idee:
Im März 2012 erfolgten erste Überlegungen, angestoßen von den Studenten unseres Patenschaftsprojektes, und grundsätzliche Überlegungen von Roswitha und mir zu unseren immer wieder nötigen Vorstands-Reisen nach Haiti. Durch noch viele Freunde und Bekannte in Haiti hat Roswitha immer die Möglichkeit irgendwo unterzukommen, unser Verein an sich hat aber keine „Heimat“ in Haiti. Laufend finanzieren wir irgendwelche Projekte und übergeben diese dann an kirchliche Einrichtungen. Wir haben keinerlei Einfluss auf pädagogische Ziele, keine Handhabe unerwünschte Maßnahmen der Träger oder Schulleiter zu ahnden oder auch nur zu hinterfragen. Die Diskussion mit unseren bereits erwachsenen Patenkindern, die absolut nicht verstehen konnten, dass wir immer nur für fremde Schulen  tätig sind und nichts Eigenes auf die Füße stellen wollten. Langsames Umdenken in unserem Vorstand. Kontaktaufnahmen und Infosammeln während des Jahres und des folgenden Jahres 2013. Die Wahl fiel dann auf die Region Maissade/Hinche. Verschiedene Kriterien waren: In dieser ländlichen Region sind Schulen wirklich noch sehr wenig vorhanden. Viele Schüler müssen pro Weg  1-2 Std in Kauf nehmen. Unsere schon vorhandenen Kontakte zu der Schule in Billiguy, die von HKH finanziert und im Oktober 2012 fertiggestellt wurde. Unsere sehr guten Kontakte zum Frauenprojekt FEM in Maissade, dessen Leiterin Marilla uns mit Ratschlägen weiter half. Die Aussagen von Rob Padberg Chef des BND über die Bedürftigkeit der Menschen auf dem Land. Unsere internen Vorstandsgespräche und Diskussionen. Unsere Schwierigkeiten mit dem bisherigen System der individuellen Schülerpatenschaften in Port-au-Prince. Ein ganz interessantes Thema fanden wir auch, dass keines unserer Patenkinder den Beruf des Lehrers gewählt hat und sich auch niemand als Agronom ausbilden ließ. In Gesprächen mit den jungen Haitianern klang immer wieder an, dass diese Berufe schlecht bezahlt seien und auch kein großes Ansehen genießen würden. Diese beiden Aspekte waren dann mit ausschlaggebend, dass wir uns auf das Land orientierten, um dort ein Landwirtschaftsteil in unser Projekt zu integrieren und den jungen Menschen auch die Wichtigkeit des Agrarsektors deutlich zu machen.


Schule auf dem Plateau Central
Landschaft bei Maissade
Schule auf dem Plateau Central


Conny Rébert-Graumann

Freitag, 10. Oktober 2014

Neue Flugverbindung nach Haiti


Erfreuliche Nachricht für Reisende nach Haiti:
Seit 2. Oktober gibt es eine direkte Flugverbindung Miami-Cap Haitien.
Sobald die Straße von Hinche nach Cap Haitien fertig ist, wird diese Reiseroute für alle Besucher unseres Projekts in der Nähe von Maissade eine Erleichterung bringen. Spart man sich doch den Moloch Port-au-Prince und kann die etwa 70 km Fahrt vom nördlichen Flughafen nach Maissade durch eine wunderschöne Landschaft genießen. Der Norden Haitis ist landwirtschaftlich geprägt und in ganz kleinen Abschnitten auch noch bewaldet.Cornelia Rébert-Graumann