Mittwoch, 12. Juni 2013

Eine Neuerscheinung

Am 1. Juni erscheint Kettly Mars' neues Buch "Aux frontières de la soif" in der Übersetzung von Ingeborg Schmutte unter dem Titel "Vor dem Verdursten". Nachdem Kettly Mars sich in "Wilde Zeiten" mit der Ära Duvalier auseinandergesetzt hat, wendet sie sich nun der Gegenwart zu, bleibt dabei aber ihrer Vorliebe für brisante Themen treu. "Vor dem Verdursten" spielt in Haiti ein Jahr nach dem Erdbeben. Fito Belmar könnte als Architekt und Erfolgsautor ein ruhiges Leben führen, wäre da nicht eine dunkle Seite seiner Persönlichkeit, die er in Canaan, einem riesigen Lager für Erdbebenopfer, auslebt. In dem "Gelobten Land" in der Nähe der Hauptstadt leben an die achtzigtausend Menschen; Gewalt und Kriminalität sind allgegenwärtig. Fito kämpft vergeblich gegen seine Neigung zu den blutjungen Mädchen an, die sich dort aus Not prostituieren müssen. Der Besuch von Tatsumi, einer japanischen Journalistin, die ihn als Schriftsteller bewundert, bringt ihn zusätzlich in Bedrängnis. Fito fühlt sich zu ihr hingezogen und muss gleichzeitig versuchen, sein Laster vor ihr zu verbergen.
"[Kettly Mars] fällt in "Vor dem Verdursten" keine Urteile. Wenn sie ihre Feder naturalistisch in die Wunden ihrer Landsleute legt, dann weil sie – und wir – die Augen nicht davor verschließen sollen", schreibt Grégoire Leménager im "Nouvel Observateur".
Kettly Mars "Vor dem Verdursten" Paperback, 128 S., 12,90 EUR, ISBN 978-3-940435-13-2

Montag, 10. Juni 2013

Der neue Rundbrief ist fertig

Mitglieder, Paten und Spender müssten ihn eigentlich schon in ihrer Mailpost gefunden haben, für alle anderen Interessierten steht er ab sofort zum Download bereit.
Siehe rechte Seite, unter Punkt: Seiten/Rundbriefe/Rundbrief Nr. 41 Juni 2013, dieses Mal wegen der großen Datenmenge in zwei Teilen.
oder direkt Rundbrief 1.Teil und Rundbrief 2. Teil
Gute Unterhaltung wünscht Cornelia Rébert-Graumann

Eine Aktion für Haiti

Laufen für Kinder in Not
Von SZ-Mitarbeiterin Caroline Henning

Foto: Caroline Henning
Schiffweiler. Einsatz für den guten Zweck kennt kein schlechtes Wetter: Trotz des teils leichten Niederschlags fand an der Gesamtschule Schiffweiler am Mittwoch erstmals ein Spendenlauf statt. „Wir zählen die Runden, die die einzelnen Schüler in einer Zeitstunde um das Schulgebäude laufen“, erklärte Vertrauenslehrerin und Koordinatorin Nina Biehler. Eine Runde betrage dabei 420 Meter; Sponsoren, beispielsweise Verwandte, bezahlen für jede Runde einen zuvor individuell festgelegten Betrag. Der erlaufene Geldbetrag geht zu 60 Prozent an die Haiti-Kinderhilfe und zu 40 Prozent an den Schiffweiler Verein „Großes Herz für kranke Kinder“.
den ganzen Artikel gibt es unter folgendem Link:
http://www.saarbruecker-zeitung.de/

Samstag, 25. Mai 2013

RadioTipp vom 28.5.2013


Ein Junge versucht am Straßenrand Hilfe für seine Familie zu bekommen (Bild: adveniat / Jürgen Escher)
Ein Junge versucht am Straßenrand Hilfe für seine Familie zu bekommen (Bild: adveniat / Jürgen Escher)
Haiti Chérie
Das Geschäft mit der Hilfe Von Jenny Marrenbach
"Wir nennen unser Land die Republik der Hilfsorganisationen", sagt der haitianische Schriftsteller Lyonell Trouillot. "Wenn es Haiti noch nicht gäbe, die internationale Hilfe würde uns erfinden. Sie kommen alle, denn wir sind der schönste Albtraum der Welt." Hunderte Millionen Dollar werden jedes Jahr an Hilfs- und Spendengeldern in Haiti umgesetzt. Und jedes Erdbeben, jeder Hurrikan, jede weitere Überschwemmung treibt neue Helfer auf die kleine Karibikinsel, sie sind allgegenwärtig. Der internationalen Präsenz verdanken viele Einheimische ihr Leben; sie hat ihren Alltag grundlegend verändert, aber nicht unbedingt verbessert. Zwischen Slums und Zeltstädten ist ein Paralleluniversum der Gutwilligen entstanden, eine Welt mit bewachten Wohnkomplexen, Chauffeuren, Personal und teuren Supermärkten. Diese irreale Welt hat die Lebenshaltungskosten im realen Haiti fast auf Florida-Niveau getrieben und sorgt dafür, dass die Masse der Menschen immer ärmer wird.
DLF/RBB/WDR 2013
unter dem folgenden Link kann der Radiobeitrag auch jetzt noch gehört werden:
 

Dienstag, 9. April 2013

Letzter Tag Samstag

....es ist schon 21 Uhr, ich bin gerade nach Hause gekommen, und es war nochmals ein turbulenter Tag. Ganz früh zur Bank für die Bescheinigungen der Fondationsgründung. Wie das so mit den Banken ist, habe ich ja schon öfters geschrieben.
Bei Rob Padberg nochmals Schecks für die verschiedenen Projekte deponieren.
Henfrasa – jeder hat noch irgendwas zu besprechen und kommt vorbei. Patenkinder, bei denen immer nochetwas fehlte und denen heute der letzte Scheck gegeben wird. Ehemalige Patenkinder, die mir alle Ihren Kummer- keinen Job, kein Geld, erzählen und irgendwie hoffen, dass ich eine Lösung habe. Lailen vom Kinderbehandlungsprogramm, mit Abrechnungen. Gertrude von Notre Maison mit ebenfalls Rechnungen und Projektplänen. Guivens und Marillia aus Maissade. Manche auch einfach um nochmals Hallo zu sagen. Endlich um 20 Uhr ist der letzte Empfehlungsbrief, der letzte Scheck geschrieben.
Ich denke, wir haben viel erreicht. Unser Patenschaftskomite ist mehr in seine Verantwortung gewachsen. Unser Projekt angestoßen. Es wird….
Wie immer bei der Abreise aus Haiti ein weinendes Auge. Aber ich freue mich auch auf kalten Frühling in Deutschland.
Bis bald
Roswitha